Chronik

Auch mit einem geregelten Miteinander ist ein eigenständiges Vereinsleben möglich


50 Jahre

Kultur- und Sportring Lieme e.V

1968 – 2018


Diese Chronik basiert ausschließlich auf Protokolle der Vorstands-, Mitglieder- und Delegiertenversammlungen. Um authentisch zu bleiben wurde oftmals die Wortwahl aus den Niederschriften übernommen. Wohlwissend, dass der heutige Sprachgebrauch ein anderer ist.


1968

Der 1. Vorsitzende Heinrich Siekmann sah die Zukunft des Kultur- und Sportrings in der Erhaltung des kulturellen und sportlichen Lebens in der dörflichen Gemeinschaft nach der Eingemeindung zur Stadt Lemgo. Darüber hinaus ist das vorstehende Protokoll aber auch Beweis dafür, dass weitsichtige Vereinsvertreter mit der Gründung des Liemer Kultur- und Sportrings eine Entscheidung getroffen haben, die nachhaltig Grundlage für Zusammenhalt und Zusammenarbeit der Liemer Vereine war und ist. Sicherlich wurden bei der Namensfindung bewusst die Begriffe „Kultur“ und „Sport“ gewählt, denn das Liemer Vereinsleben darf seit jeher als vielschichtig bezeichnet werden.

Bereits während der Gründungs- und anschließenden Mitgliederversammlung war festzustellen, dass es den Verantwortlichen nicht nur darum ging Termine abzustimmen, sondern auch gemeinsam weitreichende Maßnahmen zu ergreifen. So stand die Übernahme des Sportplatzes und des Clubhauses einschließlich der Parkplätze ganz oben auf der Prioritätenliste. Daraus wurde ein langwieriges Verfahren, denn die Verträge der Gemeinde Lieme waren bei der Eingemeindung von der Stadt Lemgo aufgehoben worden. Letztendlich konnte aber mit der Stadt Lemgo ein Vertrag abgeschlossen werden, der vorsah, dass der Sportplatz mit allen Anlagen den Vereinen der früheren Gemeinde Lieme erhalten bleiben und von der Stadt Lemgo getragen werden. Hinsichtlich des Clubhauses wurde vereinbart, dass die Stadt Lemgo Eigentümerin und der Kultur- und Sportring Pächter bleibt.


1969

Auf der Delegiertenversammlung am 10. Juni 1969 wurde der Vorstand wiedergewählt, der auch auf der Gründungsversammlung die Mehrheit gefunden hatte. Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Heinrich Siekmann

Vorsitzender: Werner Sander

Kassierer: Wilhelm Rumke

Kassierer: Hermann Gronemeier

Schriftführer: Werner Dröge

Beirat: Hans Arelmann und Horst Reiche

Natürlich gehört seit Beginn das alljährliche Dorffest zu den Aufgaben des Kultur- und Sportrings. Manche Idee und mancher Programmpunkt sind längst in Vergessenheit geraten. So wurde der Samstagabend des Dorffestes 1969 nicht nur in drei Räumlichkeiten gefeiert (Liemer Krug, Gaststätte Rogge und Clubhaus), sondern es wurden auch drei Dorfköniginnen gewählt, die alle eine Flasche Sekt erhielten und zu allen öffentlichen Veranstaltungen aller Liemer Vereine für ein Jahr freien Eintritt hatten. Die Siegerin bekam zusätzlich eine Krone.


1970

Die Liemerinnen und Liemer gelten seit je her als äußerst feierfreudig. Als gutes Beispiel darf der Veranstaltungskalender des Jahres 1970 angesehen werden:

  • 6. Februar: „Gemütlicher“ des Gesangvereins „Harmonie“ Lieme
  • 20. Februar: „Blaue Nacht“ des VFL Lieme
  • 27. Februar: „Gemütlicher“ des Landwirtschaftlichen Vereins
  • 6. März: „Gemütlicher“ des Zieglervereins
  • 11. April: Ostertanz des Radsportvereins
  • 30. April: „Tanz in den Mai“ des Zieglervereins
  • 19. Juni: Abendsportveranstaltung des Radsportvereins
  • 21. – 27. Juni Sportwerbewoche des VFL Lieme
  • 28. – 29. August: Dorffest des Kultur- und Sportrings Lieme
  • 24. Oktober: Konzert des Gesangvereins „Harmonie“ Lieme

Hervorzuheben dabei das 80jährige Bestehen des Ziegler-Verein. Lieme feiert – und der Kultur- und Sportring feiert mit!

Bei der Gründungsversammlung schlossen sich sechs Vereine dem Kultur- und Sportring an.


1971

Auf der Mitgliederversammlung 1971 wurde die Evangelische Landjugend als siebter Verein aufgenommen. Auch das Jahr 1971 stand für den Kultur und Sportring im Zeichen der Planung des Dorffestes. Abweichend zu den Vorjahren fand im Anschluss an den Festumzug auf dem Liemer Sportplatz ein Fußballspiel der CDU-Fraktion gegen die SPD-Fraktion des Rates der Stadt Lemgo statt. Es folgte ein Spiel der Liemer Fußball-Damenmannschaft und in den Halbzeitpausen ließen Kinder Luftballons mit einem Gewinncuopon in die Lüfte steigen. Sieger wurde Henry Tiemann, dessen Luftballon nordöstlich von Berlin landete. Und noch eine Neuerung gab es: Im Liemer Clubhaus fand eine Disco für die Jugend statt.


1972

Besondere Würdigung fand auf der Delegiertenversammlung am 28. Januar 1972 die Leistung von Susanne Kirchhof. In der Klasse Schülerinnen A wurde sie mit 12,7 Sekunden über 100 m Lippische Meisterin und belegte in der Bestenliste der Bundesrepublik Deutschland den 2. Platz. Eine Ergänzung im Vorstand gab es ebenfalls; Heinz Göner wurde stellvertretender Kassierer und fortan stand das Clubhaus unter Leitung von Brigitte und Dietmar Pawletta.


1973

Leider war die Mitgliedschaft der Evangelischen Landjugend nur von kurzer Dauer. Bereits 1973 folgte die Auflösung und damit verbunden der automatische Ausschluss aus dem Kultur- und Sportring. In diesem Jahr musste auch die Altenweihnachtsfeier, die stets in der Liemer Turnhalle stattfand, vom traditionellen Sonntag auf den Samstag verlegt werden; in Deutschland gab es das Sonntagsfahrverbot!


1974

Das Jahr 1974 bescherte dem Kultur- und Sportring „Nachwuchs“; der Deutsche Verein für Gebrauchshunde Lieme sowie der Brieftaubenzuchtverein „Rauschende Flügel“ baten um Aufnahme. Der Vorstand stimmte den Anträgen einstimmig zu.

Auf der Delegiertenversammlung am 1. März 1974 wurden die Sportlerinnen des RSV „Tempo“ Lieme besonders gefeiert; im Vierer- und Sechser-Reigenfahren errangen sie die Deutscher Meisterschaft. Sehr zufrieden zeigten sich die Delegierten mit der Altenbetreuung, die Mittwochsnachmittags stattfand. Bedauert wurde, dass es nach wie vor an Ideen fehlte auch den Jugendlichen einen Treffpunkt und Unterhaltung zu bieten.


1975

Da die Amtszeit des Vorstandes auf fünf Jahre festgesetzt worden war, fand am 19. Februar 1975 die erste Neuwahl statt. Heinrich Siekmann in seiner Funktion als 1. Vorsitzender und Werner Sander als sein Stellvertreter wurden einstimmig wiedergewählt. Der Beirat setzte sich wie folgt zusammen:

Zieglerverein: Wilhelm Rumke = Kassierer

Freiwillige Feuerwehr: Werner Dröge = Schriftführer

Gesangverein „Harmonie“: Horst Reiche

Landwirtschaftlicher Verein: Hans Arelmann

Deutscher Verein für Gebrauchshunde: Günter Wiemann

Brieftaubenzuchtverein „Rauschende Flügel“: Georg Kramp

Geehrt wurden Monika Hage und Karin Mießner als Vize-Europameisterinnen sowie Bettina Frodermann, Britta Sander, Martina Schraut und Felicitas Wallbaum als Deutsche Meisterinnen.

Allgemein wurde das Dorffest von der Bevölkerung hervorragend angenommen; teilweise wurden bis zu 900 (!) Eintrittskarten verkauft. Da die Ein- und insbesondere die Ausgaben mit wachsamen Auge kalkuliert, kontrolliert und verausgabt wurden, konnte alljährlich den Vereinen aus dem Überschuss ein Geldbetrag zur Verfügung gestellt werden. Dieser bewegte sich zwischen 250,00 DM und 400,00 DM. Damals zahlten auch die Karussellbetreiber noch einen Zuschuss!

Der Zieglerverein lud erneut zu einer großen Veranstaltung ein; das 85jährige Jubiläum wurde am 14. und 15 Juni groß gefeiert. Ebenfalls gefeiert wurde mit dem Landwirtschaftlichen Verein. Diese Zusammenkunft bestand 50 Jahre.


1976

Bereits in den vergangenen Monaten hatte Werner Sander aufgrund der Erkrankung des I. Vorsitzenden Heinrich Siekmann die Führung des Kultur- und Sportrings übernommen und die Sitzungen geleitet. Leider besserte sich der Gesundheitszustand nicht und am 2. Dezember 1975 verstarb Heinrich Siekmann. In der Vorstandssitzung am 28. Januar 1976 wurden sein Einsatz und seine Verdienste für den Liemer Kultur- und Sportring noch einmal besonders gewürdigt. Es wurde beschlossen auf der Delegiertenversammlung am 20. Februar 1976 den Vorstand neu zu wählen.

Für die Nachfolge von Heinrich Siekmann stellten sich Heinz Kater und Fritz Starke zur Verfügung. In geheimer Wahl entfielen auf Heinz Kater 16 Stimmen und auf Fritz Starke 7 Stimmen (eine Enthaltung). Heinz Kater nahm die Wahl an. Weitere Veränderungen im Vorstand gab es nicht.

Auch die sportlichen Erfolge wurden gebührend geehrt. Der Kultur- und Sportring schloss sich den spontanen Empfängen an und gratulierte recht herzlich den Europa-Meisterinnen Monika Hage und Karin Mießner sowie Thomas und Andreas Steinmeier zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Radball.

Schon frühzeitig sicherte sich der Kultur- und Sportring auch die Rechte an der Festwiese (gegenüber der Gaststätte „Liemer Krug“). Dem Protokoll vom 18. Mai 1976 ist zu entnehmen, dass der Vertrag mit Fritz Beermann über die Überlassung eines Karussellplatzes kurz vor dem Abschluss stand. Mit Wilhelm Steinmeyer sollte anschließend über den Anschlussvertrag gesprochen werden.

Somit stand dem Dorffest nichts mehr im Wege. Als Höhepunkt dürfen die Verlosungen beim Tanz am Samstagabend angesehen werden. Eine zweitägige Ostseekreuzfahrt sowie 10 weitere Tages- bzw. Halbtagesreisen für je 2 Personen befanden sich in der Lostrommel.


1977

Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten unterstützte der Kultur- und Sportring die Belange der Liemer Bevölkerung. So wurden dem Altenclub 1976 zwei Bänke finanziert und 1977 ein Bingo-Spiel geschenkt.

Die Delegiertenversammlung am 4. März 1977 hatte einige interessante Tagesordnungs-punkte zu bieten. Da die Hallenradsportler schon geehrt worden waren, standen die Fußballspieler und der Brieftaubennachwuchszüchter im Mittelpunkt. Für die Erringung der Kreismeisterschaft im Hallenfußball der E-Knaben wurden Axel Sundermann, Olaf Frodermann, Ingo Heitkamp, Dirk Sander, Dirk Gawrisch, Mathias Neumann, Andreas Neumann und Joachim Stork geehrt sowie Bernd Kramp als Jugendbezirksmeister der Taubenzüchter. Aus Altersgründen legte Wilhelm Rumke sein Amt als Kassierer nieder. Während seiner gesamten Amtszeit konnte er „schwarze Zahlen“ schreiben. Der Kassenbestand bewegte sich immer als „goldene Reserve“ zwischen 4.000 DM und 6.000 DM. Klaus Rügge wurde einstimmig als sein Nachfolger gewählt. Außerdem war über einen Antrag der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Lieme, um Aufnahme in den Kultur- und Sportring zu entscheiden. Der Antrag wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt, weil die AWO kein eigenständiger Verein im Sinne des Kultur- und Sportrings darstellt, sondern eine Unterorganisation der AWO Deutschland ist. Nach Überarbeitung wurde eine neue Satzung an alle Vereine ausgegeben.

Als Herzensangelegenheit des Kultur- und Sportrings muss auch die Jugendarbeit angesehen werden. Sowohl in eigenen Gesprächsrunden, teilweise aber auch gemeinsam mit dem Ortsauschuss, war das Thema präsent. So wurde in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ortsauschuss von Wolfgang Schulz der Vorschlag gemacht, für die Jugend im Clubhaus einen Raum zur Verfügung zu stellen. Eine intensive Diskussion entstand. Sollte es ein Raum im Sinn einer Dauereinrichtung werden oder war es auch ausreichend zwei- bis dreimal in der Woche einen Raum zur Verfügung zu stellen. Auch die Frage der Betreuung musste geklärt werden. Letztendlich entschied man sich die Jugendlichen „mit ins Boot zu holen“; sie einzuladen um ihre Interessen und Vorstellungen festzustellen. Die Resonanz fand ein erfreulich großes Echo. 50 Jugendliche fanden den Weg ins Clubhaus. Als nächster Schritt wurde vereinbart, dass sich Herrmann Heitkamp und Gerhard Schäfer-Nolte nach den Sommerferien erneut mit den Jugendlichen treffen sollten.

Neben den üblichen Programmpunkten „Fackelzug“ und „Tanz in den Sälen des Liemer Kruges und der Gaststätte Rogge“ fand beim Dorffest 1977 auf dem Sportplatz „Spiel ohne Grenzen“, angereichert mit dem Auftritt des Spielmannzugs Brake sowie dem Gewinn einer Heißluftballonfahrt, statt. Hoch hinaus ging es für Wolfgang Schulz. Nach 90 spannenden und interessanten Minuten landete sein Ballon auf dem Bauernkamp in Schlangen.

Die „Jugendtage“ dienstags und freitags liefen gut. Teilweise fanden sich bis zu 50 Jugendliche ein! Und die Senioren zogen um; erstmals fand die Altenweihnachtsfeier im „Liemer Krug“ und nicht mehr in der Turnhalle statt.

Originale und Persönlichkeiten hat es in Lieme in all den Jahren gegeben. Am 6. November 1977 wurde eine Respektperson aus dem aktiven Dienst verabschiedet: „Schwester Anneliese“. Der Kultur- und Sportring bedankte sich für ihren Dienst in der Gemeinde mit einem wertvollen japanischen Teeservice.


1978

1978 stand die Jugendbetreuung endlich auf „festen Beinen“; die Betreuung lag in den Händen von Hermann Heitkamp und Gerhard Schäfer-Nolte. Leider stand aber nur der Dienstag mit einem Raum zur Verfügung. Damit war aber der Bedarf der Jugendlichen noch nicht gedeckt. Einige wollten Tischtennis spielen; andere ein Laienspiel einüben. Zwar war der Anfang gemacht; aber das Endziel noch nicht erreicht! Noch mehr „festen Boden unter den Füßen“ hatte die Altenbetreuung, für die Grete Siekmann sich aufopferungsvoll zur Verfügung stellte.

Eine Änderung erfuhr erneut die Satzung. Diese wurde notwendig, um beim Finanzamt Lemgo als gemeinnütziger Verein eingetragen zu werden. Damit konnte nun die Jagdpacht problemlos vereinnahmt werden.

Im Verlauf des Jahres war die Jugendarbeit immer mehr „Störfeuer“ ausgesetzt; teils hausintern – teils aus der Politik. Die Verantwortlichen des Kultur- und Sportrings wehrten sich intensiv dagegen, denn das Benehmen der Jugendlichen hatte bisher nie Anlass zur Klage gegeben. Die gegensätzlichen Ansichten führten dazu, dass Dietmar Pawletta den Pachtvertrag zum 31.12.1978 kündigte.

Vergangenheit und Zukunft sind geprägt von guten Ideen der Liemerinnen und Liemer. So wurde für das Dorffest 1978 der Gedanke verwirklicht für die Kinder ein Malwettbewerb durchzuführen. Nicht irgendein Malwettbewerb, sondern malerische Gestaltung der Mülltonnen! Passend dazu wurde ein Preis vom Kompostwerk Maibolte spendiert. Die Kinder wurden in zwei Altersklassen eingeteilt: bis 10 Jahre und bis 15 Jahre. Bewertet wurde der Malwettbewerb durch das Lemgoer Marianne-Weber-Gymnasium. Ebenfalls konnte das Gewicht eines Schinkens erraten werden. Der Schinken war in der Gaststätte „Liemer Krug“ ausgestellt und einmal raten kostete 1,00 DM!

Doch es blieb nicht bei dieser einen Feier. Auch der VFL Lieme hatte eingeladen um sein 50-jähriges Bestehen zu feiern. Aber nicht nur dörflich hatte der Kultur- und Sportring „alles im Griff“. Die Verantwortlichen zeigen sich auch weltoffen. Den Erdbeben-Geschädigten in italienischen Luservera wurden 500 DM zur Verfügung gestellt, um das Gemeindehaus neu errichten zu können.


1979

Am 1. Januar 1979 übernahm das Ehepaar Hermann als neue Pächter das Liemer Clubhaus. Beim Dorffest freute sich die Liemer Jugend wieder über eine Disco im Clubhaus und auf dem Sportplatz gab es fußballerisches Kräftemessen zwischen dem Rat der Stadt Lemgo und dem Liemer Kultur- und Sportring. Dafür musste jedoch der Kultur- und Sportring Kritik einstecken, denn von der Liemer Bevölkerung wurde das Sportplatz-Programm (2,00 DM Eintritt) als zu „mager“ angesehen.

Obligatorisch wiederholten sich Jahr für Jahr Sportlerehrungen und Gratulationen zum 90. Geburtstag und zu Goldenen Hochzeiten sowie die Altenweihnachtsfeier. Es wird um Verständnis gebeten, dass in dieser Chronik nicht alljährlich darauf eingegangen werden kann. Besonderheiten finden natürlich Erwähnung. Eine neue Aufgabe wurde an den Kultur- und Sportring herangetragen: Einrichtung von Wanderwegen in der Gemeinde Lieme.

Die Jugendarbeit im Clubhaus mit dem Ehepaar Herrmann verlief sehr gut. Es wurde erwogen Herrn Herrmann den Filmvorführer-Schein erwerben zu lassen um Filmvor-führungen veranstalten zu können.

Auf stolze 75 Jahre konnte der RSV „Tempo“ Lieme zurückblicken. Beim Kommerz am 15. Juni waren alle Liemer Vereine aber auch der Kultur- und Sportring anwesend. Ebenfalls ein Jubiläum wurde im Gesangverein „Harmonie“ Lieme gefeiert; Chorleiter Walter Meier hatte 25 Jahre den Dirigentenstock in der Hand.


1980

Auf der Delegiertenversammlung am 29- Februar 1980 gab es einen Wechsel im geschäftsführenden Vorstand. Werner Dröge, der seit der Gründungsversammlung als Schriftführer manche Stunde für den Kultur- und Sportring geopfert hatte, stellte sich nicht erneut zur Verfügung. Einstimmig wurde Gerhard Schäfer-Nolte als sein Nachfolger gewählt. Eine für den Kultur- und Sportring nicht so freudige Nachricht verkündete Bernhard Rhiemeier: Die Jagdgenossenschaft Lieme wollte zukünftig die Jagdgelder nicht mehr an den Kultur- und Sportring Lieme zahlen, sondern für die Anschaffung und Pflanzung von Bäumen und Sträuchern verwenden. Verständlich; aber dennoch schade; aber der Kultur- und Sportring hatte darauf keinen Einfluss. Geehrt wurde natürlich auch. Aus dem Kreis der hervorragenden Leistungen sei Axel Sundermann erwähnt, der es zu diesem Zeitpunkt als Fußballspieler bis in die Westfalen-Auswahl geschafft hatte.

Fast kein Jahr in Lieme ohne Jubiläum; Pfingsten 1980 hieß es 90 Jahre Ziegler-Verein Lieme.

Keine gravierenden Änderungen gab es beim Dorffest. Neu ins Programm aufgenommen wurde, unter der Leitung des RSV „Tempo“ Lieme, ein Volksradfahren für alle Altersgruppen (296 Teilnehmer) und ein neu erstellter „Lemgo-Film“ wurde vorgeführt. Beim Tanz am Samstagabend wurden Flüge mit den Motorseglern aus Blomberg verlost.


1981

Auf der Delegiertenversammlung am 6. März 1981 musste der Vorstand neu gewählt werden. Schwierigkeiten gab es jedoch keine, denn die „gesamte Mannschaft“ stellte sich zur Wiederwahl und erhielt auch die Zustimmung aller Anwesenden. Bei der Ehrung der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler prägten erneut die Aktiven des VFL Lieme und des RSV „Tempo“ Lieme das Gesamtbild. Darüber hinaus wurde erstmals eine Stadtmeisterin im Tischtennis der Schülerklasse geehrt; Heike Fischer war die Erfolgreiche!

Nimmermüde wird der Liemer, wenn es um neue Ideen geht. So fand beim Dorffesttanz am Samstagabend ein „Mäusewettrennen“ statt und bei der Sonntag-Veranstaltung auf dem Sportplatz ein „Ziegenbockrennen“. Natürlich alles in Abstimmung mit dem Veterinäramt der Stadt Lemgo. Für Akrobatik sorgte auf dem Sportplatz außerdem ein Motorradartist. Cirka 2.000 Zuschauer ließen es sich nicht nehmen dabei zu sein und insbesondere das Ziegenbockrennen wird vielen Liemerinnen und Liemern in Erinnerung geblieben sein. 17 Ziegenböcke und 16 Ziegenbockführer sorgten für spannende Vor-, Zwischen- und Endläufe. Überragend auch Werner Sander, der das ganze Spektakel als Platzsprecher hervorragend kommentierte - und Publikumsliebling Gerhard Sander, der mit seinem Ziegenbock „Schnucki“ frenetisch gefeiert wurde. Spontan hatte sich am Mittag des Veranstaltungstages noch ein „illegales Wettbüro“ gebildet, das die Einnahme in Höhe von 135,00 DM an die „Aktion Sorgenkind“ überwies.

Vertreter des Kultur- und Sportrings zählten auch zu den Ehrengästen bei der Einweihung des neuen Gemeindehauses der Kirchengemeinde Lieme. Als Präsent wurde eine Uhr überreicht.

Die Vorstellungen, sich für Wanderwege in Lieme stark zu machen (Weg über die Birmeine sowie Verlängerung des Weges zum Hundeplatz), musste zu den Akten gelegt werden. Mit den Eigentümern konnte keine Einigung erzielt werden.


1982

Der Samstagnachmittag des Dorffestes 1982 stand im Zeichen des Vogel-Nistkasten-Baues. Unter der Leitung von Fritz Siek wurde die Liemer Jugend an den Naturschutz herangeführt. Vorgeschaltet war ein Plakatmalwettbewerb, bei dem sich Kinder zu Hause mit dem Vogelschutz auseinandergesetzt hatten. Attraktion beim Tanz am Samstagabend war die Verlosung von zwei Spanferkelhälften sowie als dritter Preis ein 15-Liter-Bierfass. Nach dem Festumzug am Sonntag veranstaltete Kurt Rogge mit dem Medox-Montags-Club, natürlich in Abstimmung mit dem Kultur- und Sportring, noch einen Tanz zum Ausklang der drei tollen Tage.

Nachdem leider der Wunsch nach Wanderwegen nicht realisiert werden konnte, wurde der Kultur- und Sportring erneut um Unterstützung gebeten; Bürgerinnen und Bürger wünschten in Lieme einen Grillplatz mit einer Grillhütte anzulegen. Bei der Platzsuche kamen drei Möglichkeiten ins Gespräch:

  1. Grundstück hinter dem Hundeplatz
  2. Grundstück hinter dem Pastorenhaus
  3. Grundstück hinter dem (damaligen) Feuerwehrhaus

Aufgrund von eigentümerrechtlichen Vorbehaltungen neigte man dazu, der dritten Alternative die besten Aussichten einzuräumen.

Ebenfalls Bewegung kam in die Ausrichtung der Altenweihnachtsfeier. War bisher immer der Kultur- und Sportring zuständig, wurde sie 1982 erstmals vom Liemer Ortsausschuss durchgeführt. Leider gab es zur damaligen Zeit kein reibungsloses Miteinander, sodass die Abstimmung problembehaftet war.

Zwei Ereignisse fanden die Aufmerksamkeit der Liemer Bevölkerung. Der Liemer Altenclub feierte sein 10jähriges Bestehen (25.000 Besucher) und Gerd Kolakowski wurde als neuer Pfarrer (Nachfolger von Herrn Haase) in die Liemer Kirchengemeinde eingeführt.

Mehrheitlich beschlossen die Verantwortlichen des Kultur- und Sportrings eine Altpapiersammlung durchzuführen. Für eine Tonne unsortiertes Papier wurden 18,50 DM bezahlt, während es für sortiertes Altpapier 28,50 DM gab. Anfang März 1983 sollten darüber die Bürgerinnen und Bürger informiert werden und im Spätsommer wurde das Papier dann kostenlos abgeholt. Der Erlös kam natürlich dem Kultur- und Sportring zu Gute.


1983

Auf der Mitgliederversammlung am 4. März 1983 gab es zwei Änderungen im Vorstand. Werner Sander stellte sich nicht mehr als 2. Vorsitzender zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde Günter Kirchhof gewählt. Ebenfalls beendet Gerhard Schäfer-Nolte seine Tätigkeit als Schriftführer. Reinhard Lehmeier übernahm diese Aufgabe. Insbesondere Werner Sander wurde für seine geleistete Arbeit besonders gedankt, denn er hatte von der ersten Sitzung im Jahre 1968 bis zu dieser Mitgliederversammlung stets das Amt des 2. Vorsitzenden bekleidet.

Um Differenzen zukünftig auszuräumen fand am 18. März eine gemeinsame Sitzung mit dem Ortsausschuss statt. Unter der Leitung der beiden Vorsitzenden Heinz Kater und Friedel Starke wurde vereinbart zukünftig die Altenweihnachtsfeier gemeinsam zu planen und zu gestalten. Ein Festausschuss sollte dafür die Einzelheiten festlegen.

Auch 1983 gab es viel zu feiern. Der Zeitraum vom 29. Mai bis 5. Juni stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Bestehens des Gesangvereins „Harmonie“ Lieme und selbstverständlich ging es auch beim Dorffest wieder hoch her. Das Ziegenbockrennen einschließlich des Wettbüros (Leitung Jörg David und Peter Kluckhuhn mit einem Gewinn für die „Aktion Sorgenkind“ in Höhe von 325,40 DM) wurde wiederholt – 18 Ziegenböcke gingen an den Start und „Florentine“, die Ziege der Freiwilligen Feuerwehr gewann - und an allen drei Festtagen gab es eine Bilderausstellung mit Fotografien aus dem Lieme vergangener Zeit zu besichtigen. In langer, mühevoller Arbeit hatten Willi Schmidt und Fritz Siek die Bilder zusammengetragen. Mehr als 600 Besucher ließen dabei die Vergangenheit Revue passieren.

Ein finanziell großer Erfolg wurde die Altpapiersammlung. 150,00 DM konnte der Kultur- und Sportring vereinnahmen. Die Altpapiersammlung fand alle zwei Monate statt; Entgegennahme des Papiers und Aufbewahrung im alten Liemer Feuerwehrhaus.

Ebenfalls erfolgreich war die Vogel-Nistkasten-Aktion. Alle Kästen waren besetzt und ein guter Zuchterfolg zu verzeichnen.

Ein weiteres Großereignis stand im September auf der Agenda; das neue Liemer Feuerwehrhaus wurde eingeweiht. Am 10. September fand der offizielle Teil mit einer Großübung der Feuerwehr im Ortsbereich von Lieme sowie im Industriegebiet statt und am 11. September hatte die Bevölkerung am „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit das neue „Spritzenhaus“ nebst Fahrzeugen und Geräten zu besichtigen.

Monatelang hatte das Thema „Grillplatz“ den Kultur- und Sportring begleitet. Letztendlich sprach sich in einer Festausschusssitzung am 14. November 1983 die Mehrzahl der Delegierten gegen die Errichtung eines solchen Platzes aus. Zwar stellte, wenn er angelegt würde, der Kultur- und Sportring seine Mithilfe in Aussicht, aber für die Unterhaltung, Pflege und Säuberung wurde jegliche Verantwortung abgelehnt.

Für eine weitere Idee sollte die Unterstützung der Stadt Lemgo erfragt werden: Bestand die Möglichkeit zwischen dem neuen Feuerwehrhaus und der Ilse eine Freizeitfläche in Form eines Parks zu errichten?


1984

Das Jahr 1984 begann mit einer großartigen Ehrung: Dem Liemer Bürger Johannes Puppe wurde vom Regierungspräsidenten der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Heinz Kater als Vertreter des Kultur- und Sportrings zählte zu den ersten Gratulanten.

Ehrungen standen auch auf der Mitgliederversammlung am 6. März 1984 auf der Tagesordnung. Insgesamt 58 Sportlerinnen und Sportler hatten im vergangenen Jahr großartige Erfolge erzielt. An der Spitze die Weltmeister Thomas und Andreas Steinmeier im Radball, sowie die Europa-Meisterinnen im Zweier-Kunstfahren Manuela Kramp und Stefanie Teuber sowie die Drittplatzierte im Einer Kunstfahren Kathrin Schraut. Nicht vergessen wurden natürlich auch die Erfolgstrainer; Ursula Sander und Hans Mießner wurden ebenfalls ausgezeichnet.

Großartig auch der Kassenstand. Klaus Rügge präsentierte einen fünfstelligen Betrag als Ist!

Einen Besitzerwechsel gab es im Liemer Krug; Kurt Kesting hieß der neue Wirt. Folglich bedurfte es einer vertraglichen Neuregelung hinsichtlich des Dorffestes. Eine für beide Seiten tragbare Einigung wurde erzielt. Die Zeit des Kurt Kesting war jedoch nur kurzfristig. Bereits beim Dorffest stellte sich Klaus Scholz wieder als Festwirt zur Verfügung. 40 Festwagen und Fußgruppen beteiligten sich am Festumzug. Leider musste festgestellt werden, dass die Besucherzahlen beim Tanz am Samstagabend kontinuierlich rückläufig waren.


1985

Seit 1985 ist die Gaststätte „Liemer Krug“ endlich wieder in festen Händen; der neue Festwirt heißt Ludwig Spieß.

Auf der Jahreshauptversammlung war die Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger erneut „wie ein Strauß bunter Blumen“. Neben zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern des RSV „Tempo“ Lieme gingen Präsente auch an Harm Vogt, der lippischer Meister im Tischtennis wurde sowie an Regina Schremmer und Annegret Mieß für zahlreiche Wiederholungen des Sportabzeichens in Gold. Hanna und Friedel Starke wurden für ihre 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich des Breitensports geehrt und Heinz Fischer für seinen nimmermüden 20-jährigen Einsatz für den VFL Lieme. Ausgezeichnet wurden auch Werner Dröge, Hans Cöhring und Karl-Heinz Beermann für 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Lieme. Mit Fritz Rühl wurde ein Liemer Bürger ausgezeichnet, der mit seinem Bernhardiner-Hund auf Ausstellungen im In- und Ausland viele nationale und internationale Titel erringen konnte. Er wurde unter anderem Weltsieger 1984. Frau Siekmann und Frau Koch erhielten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Kultur- und Sportring gratulierte herzlich und überreichte je eine Kiste Wein.

Am 5. Mai wurde während eines Festkonzerts des Gesangvereins „Harmonie“ Lieme Chorleiter Walter Meier verabschiedet und vom 24. bis 26. Mai feierte der Liemer Zieglerverein sein 95-jähriges Bestehen.

Beim Dorffest wurde die erfolgreiche Fotoausstellung wiederholt und aufgrund der Renovierung des Liemer Sportplatzes fand die Sonntagsveranstaltung auf dem Hof Arelmann statt.


1986

Die Tagesordnung der Delegiertenversammlung am 28. Februar 1986 sah umfangreiche Veränderung im Vorstand vor, da sowohl der 1. Vorsitzende als auch der Kassierer und der Schriftführer auf eine Wiederwahl verzichteten und ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Die Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse:

Günter Kirchhoff - 1. Vorsitzender

Werner Diekmann - 2. Vorsitzender

Friedel Bergmann - Kassierer

und Elisabeth Kramp - Schriftführerin


Abwechslungsreich waren immer wieder die Ehrungen. So war im Jahr 1985 ein Damen-Volleyballteam sehr erfolgreich: Cornelia Lenniger, Astrid Döring, Sonja Dreweskracht, Stefanie und Kathrin Dröge, Heike Fischer, Katja Kampmeier und Christiane Busch errangen die Meisterschaft in der Kreisklasse und sicherten sich damit den Aufstieg in die Bezirksliga.

Eine weitere Verbesserung der Liemer Infrastruktur warf bereits ihre Schatten voraus; der Vertrag für den Turnhallen-Neubau wurde unterschrieben.

Ergänzungen gab es beim Dorffest; am Samstagmorgen von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr fand auf dem Parkplatz der Gaststätte Rogge ein Tauziehen und Baumstammsägen statt. Im Anschluss folgte eine Stärkung mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Dazu durften Kinder Ponyreiten und mit dem Planwagen fahren. Anschließend konnten Jugendliche und Erwachsene auf dem Sportplatz die Prüfung für das Sportabzeichen ablegen. Die Vereine wurden für die Herrichtung ihrer Festwagen mit je 150 DM unterstützt und erstmals wurde der schönste Wagen des Festzuges prämiert. Jubeln konnten die Ziegler, denn ihr „Badewannen-Wagen“ erhielt den ersten Preis.


1987

Während der Delegiertenversammlung 1987 wurde ein neuer Schriftführer gewählt. Amtsinhaberin Elisabeth Kramp hatte bereits im Vorfeld signalisiert, nicht mehr kandidieren zu wollen. Die Nachfolge übernahm Hans-Peter Soyka. Bei der Ehrung verdienter Sportlerinnen, Sportler und Vereinsmitglieder standen zwei Liemer Bürger besonders im Rampenlicht: Fritz Hofemann vom Gesangverein „Harmonie“ Lieme, der von 1933 bis 1948 Schriftführer und von 1948 bis 1968 Vorsitzender des Vereins war sowie Wilfried Cöhring vom VFL Lieme, der während seiner aktiven Zeit einer der besten Fußballspieler Lippes war, aber immer dem VFL treu blieb, nach seiner aktiven Zeit mehrere Jahre dem Vorstand angehörte und von 1970 bis 1986 die Fußball-Damenmannschaft des VFL Lieme trainierte. Sportlich gesehen gehörte das Hauptaugenmerk Manuela Kramp und Stefanie Teuber (Weltmeister im 2er Kunstfahren) und Thomas und Andreas Steinmeier (Europa-Pokalsieger).

Das Freibad Lieme konnte auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Da bot es sich natürlich an, dieses Jubiläum in die Dorffestaktivitäten zu integrieren. Beim „Spiel ohne Grenzen“ ging es in den Becken des Liemer Freibades hoch her. Vier Mannschaften waren gebildet worden, die sich einen spannenden Wettkampf lieferten. Sieger wurde die Kombination Tempo Lieme/Schachverein.

Den Altenclub Lieme gab es noch nicht ganz so lange, aber auch auf 15 Jahre, gefüllt mit vielen Aktivitäten, durfte man stolz zurückblicken.


1988

Obwohl immer kontinuierliche Vorstandsarbeit angestrebt wurde, mussten doch Jahr für Jahr personelle Veränderungen gemeistert werden. Leider war 1987/1988 die Position des Schriftführers monatelang verwaist, sodass eine Neubesetzung unausweichlich war. Heiner Müller erklärte sich bereit das Aufgabengebiet zu übernehmen.

Auch in Lieme war und ist das Entzünden des Osterfeuers ein gern gehegter Brauch. Die Veranstaltung fand jedoch nicht, wie in der Gegenwart, in der Nähe des Feuerwehr-Gerätehauses statt; sondern auf dem Schäferberg. Landwirt Werner Diekmann stellte Jahr für Jahr seine Felder zur Verfügung!

Das Dorffest stand in Verbindung mit der offiziellen Einweihung der umgebauten und erweiterten Grundschule sowie der neuen Turnhalle. In seiner Ansprache machte Bürgermeister Reinhard Wilmbusse deutlich, dass Lieme nicht zu jedem Fest ein solch üppiges Geschenk erwarten dürfe. Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich auf 4,6 Millionen Mark! Über 400 Besucher ließen es sich nicht nehmen die neue Anlage zu besichtigen.

Obwohl die Altpapiersammlung einige Mark in die Kasse des Kultur- und Sportrings gespült hatte, wurde die Aktion eingestellt. Es gab große Schwierigkeiten einen Abnehmer für das Altpapier zu finden,


1989

Zur Ehrung für besondere sportliche Leistungen waren von den Vereinen 77 Sportlerinnen und Sportler zur Delegiertenversammlung 1989 gemeldet worden. Wieder einmal ein eindrucksvoller Beweis, wie aktiv die Liemerinnen und Liemer sind und waren. Auch im Vorstand gab es eine Umbesetzung; Heiner Müller gab seine Schriftführertätigkeit an Olaf Funke ab. Mit einer neuen Idee überraschte der Kultur- und Sportring die Liemer Bevölkerung beim Dorffest 1989. Im Mittelpunkt stand das erste Liemer Radrennen auf Radballrädern zwischen prominenten Kommunalpolitikern und Liemer Vereinsvorsitzenden. Es standen für den Ortsausschuss Lieme Wilfried Cöhring, Wolfgang Schulz, Werner Krüger, und Reinhard Wulfmeyer bereit. Die Herausforderer waren Horst-Peter Hose (VFL Lieme), Werner Logermann (Schachfreunde Lieme), Heiner Müller (RSV „Tempo“ Lieme) und Walter Strunk (Harmonie Lieme). Doch leider fiel das Rennen sprichwörtlich ins Wasser. Ein Dauerregen ließ den Verantwortlichen keine andere Wahl; der „Bunte Nachmittag“ musste abgesagt werden.


1990

Geringfügige Veränderungen gab es im Vorstand 1990. Olaf Funke wollte aus beruflichen Gründen als Schriftführer nicht mehr kandidieren. Christa Gronemeier war bereit die Nachfolge anzutreten und wurde einstimmig gewählt. Ein großartiges Jubiläum feierte der Zieglerverein: 100 Jahre wurden vom 1. bis 3. Juni ausgiebig gefeiert. Das Dorffest trug das Motto „40 Jahre Dorffest“. Dabei kann es sich aber nicht über die Existenz des Kultur- und Sportrings gehandelt haben, sondern um die Zählung der Dorffeste. Der Festumzug war jedenfalls gewaltig; vier Musikzüge marschierten mit zahlreichen Festwagen und Gruppen durchs Dorf.


1991

Auf der Mitgliederversammlung 1991 stellte sich Friedel Bergmann als Kassierer nicht der Wiederwahl. Als sein Nachfolger wurde Gerd Tewes gewählt. Innerhalb des Jahres musste der Kultur- und Sportring überraschend eine weitere personelle Veränderung auffangen. Im Juli erklärte der 1. Vorsitzende Günter Kirchhof aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt. Werner Diekmann als 2 Vorsitzender übernahm bis zur Generalversammlung im Frühjahr 1992 den Vorsitz. Dennoch hatte es das Dorffest in sich. Eine absolute Sensation wartete auf die Besucher aus nah und fern. Bungee-Jumping; eine Sprung-Show mit Jochen Schweizer aus über 50m Höhe. Ein Nervenkitzel für Jung und Alt!


1992

Einen „Verlust“ musste der Kultur- und Sportring im Jahr 1992 hinnehmen; der Brieftaubenzuchtverein „Rauschende Flügel“ meldete sich aufgrund einer stark reduzierten Mitgliederzahl aus dem Verbund ab.


1994

Leider sind die Aufzeichnungen in dieser Zeitphase nicht vollständig durchgehend. Dies ist aber der Erkrankung des kommissarischen Vorsitzenden Werner Diekmann geschuldet. Krankheitsbedingt stellte sich Werner Diekmann dementsprechend auf der Mitgliederversammlung 1994 nicht der Wahl zum 1. Vorsitzenden. Nach einigen Diskussionen stellte sich Herbert Bott zur Verfügung und wurde auch mit großer Mehrheit gewählt. Sein Stellvertreter wurde Reinhard Wulfmeyer. Auch die Schriftführung wurde in andere Hände übertragen. Der Schreibstift wurde nun von Andreas Hoffmann geführt.

Die Neugründung des Liemer RC berührte auch den Kultur-und Sportring, da der Verein um Aufnahme bat. Selbstverständlich wurde diesem Antrag entsprochen.

Beim Dorffest ragte erneut der Festumzug heraus. Insgesamt vier Musikkapellen sorgten dafür, dass alle Teilnehmer des Umzuges schwung- und taktvoll durch die festlich geschmückten Straßen marschieren konnten. Für Stimmung am Samstagabend hatte „Disco-Rolf“ gesorgt.


1995

Allgemeine dörfliche Themen beschäftigen auch 1995 den Kultur- und Sportring. So wurde von Reinhard Wulfmeyer vorgeschlagen für das Freibad Lieme einen Förderverein zu gründen, da man nicht wusste, ob das Bestehen des Freibades für die nächsten Jahre gesichert war. Außerdem lag eine Anfrage der Kirchengemeinde vor, ob man einen gemeinsamen Weihnachtsmarkt veranstalten möchte. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Zwar wurde 1995 nur das „kleine Dorffest“ gefeiert, aber im Mittelpunkt stand dennoch die 1. Liemer Straßenolympiade auf dem Liemer Sportplatz. In dem Spiel ohne Grenzen waren acht Straßenmannschaften aufgefordert sich in Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Kraft zu messen.

Grund zum Feiern hatte auch die Damen-Fußballabteilung des VFL Lieme. Sie bestand 25 Jahre!

Seit einigen Jahren wurde nun schon die Dorfreinigung durchgeführt. Ursprünglich handelte es sich um eine Gemeinschaftsaktion mit dem Ortsausschuss Lieme. Die Maßnahme hat sich bewährt. Heutzutage liegt die Federführung in den Händen der Freiwilligen Feuerwehr. Aber alle Vereine des Kultur- und Sportrings bemühen sich Jahr für Jahr ein klein wenig für die Sauberkeit des Dorfs zu tun.


1996

Auch 1996 wurden Jubiläen in Lieme gefeiert. Zwar noch jung an Jahren; aber der 10. Geburtstag der Schachfreunde Lieme stand auf dem Veranstaltungskalender. Vertreter des Kultur- und Sportrings waren ebenso präsent wie beim Empfang der Jugend-Europameister im 4er Kunstradfahren des Liemer RC. Das Dorffest erwies sich erneut als Jahres-Höhepunkt. 50 Gruppen beteiligten sich am Festumzug und Festwirt Ludwig Spieß ließ 30 Hektoliter Bier durch die Zapfhähne laufen!


1997

Beim Dorffest 1997 bat der Kultur- und Sportring erneut die Bürgerinnen und Bürger Straßenmannschaften für die 2. Liemer Straßenolympiade zu melden. Doch auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Am Freitagabend reihten sich Jung und Alt beim Fackelzug ein und am Samstag fand ein großes Kinderfest statt. Ein Luftballon-Wettbewerb begeisterte die Kinder ebenso wie Clown Jordan, der den Nachwuchs zum Lachen brachte.


1998

1998 feierte der Kultur- und Sportring sein 30-jähriges Bestehen. Entgegen den Gepflogenheiten der vergangenen Jahre fanden alle Veranstaltungen nicht am und im „Liemer Krug“ statt, sondern in einem 600 Quadratmeter großen Festzelt gegenüber der Gaststätte. Ein Festzelt-Gottesdienst sowie der große Festumzug fanden erneut großen Zuspruch in der Liemer Bevölkerung. Leider verursachte das Jubiläum auch einen „Einschlag“ in die Kasse; 7.150 DM Minus!


1999

Auf der Jahreshauptversammlung am 20. März 1999 trat Herbert Bott als 1. Vorsitzender von seinem Amt zurück. Brigitte Mießner übernahm den 1. Vorsitz. Reinhard Wulfmeyer wurde einstimmig – auf eigenem Wunsch nur noch für ein Jahr - zum 2. Vorsitzenden wiedergewählt und Gerhard Tewes, der auch die Absicht geäußert hatte, nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen, blieb kommissarisch für ein weiteres Jahr im Amt als Kassierer. Andreas Hofmann wurde ebenfalls einstimmig als Schriftführer bestätigt. Das zweite Mal fand das Dorffest auf der Festwiese statt. Das Kinderfest am Samstag wurde vom Jugendamt Lemgo sowie dem Jugendhaus Lieme gestaltet und am Sonntagmorgen präsentierte Festwirt Ludwig Spieß mit den Bergstadtmusikanten aus Oerlinghausen böhmische Volksmusik. Am Nachmittag übernahm die Kirchengemeinde Lieme den Kaffee- und Kuchenverkauf. Der Verkauf war hervorragend, sodass 800,00 DM für „MuKi 2000“ (Unterstützung der Kinderklinik Lippe) gespendet werden konnten.

„Schwere Themen“ prägten die Vorstandsarbeit. Das Dorffest wurde erneut mit einem Minus in Höhe von 3.200 DM (Jahresminus 4.400 DM) abgeschlossen. Als Lösung wurden größere Zeitabstände für das Dorffest diskutiert und auch ein Zwei-Jahres-Rhythmus beschlossen. Ebenfalls wurde vereinbart die Grill-/Würstchenbude in Eigenregie zu betreiben. Auch eine Rückkehr auf den Vorplatz der Gaststätte „Liemer Krug“ wurde festgelegt.


2000

Im Jahr 2000 stellte sich der Vorstand neu auf. Zwar war Brigitte Mießner erst im Vorjahr für drei Jahre gewählt, aber ihre Stellvertretung musste neu besetzt werden, da Reinhard Wulfmeyer wie angekündigt zurücktrat. Andreas Hoffmann wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt. Auch Gerd Tewes trat, wie vorgesehen, zurück. Einstimmig wurden die Finanzen in die Hände von Joachim Stork gelegt. Da Andreas Hoffmann zum 2. Vorsitzenden „aufstieg“ musste auch die Schriftführerposition neu besetzt werden. Leider wurde jedoch kein Nachfolger gefunden. Deshalb setzte Andreas Hoffmann kommissarisch seine Tätigkeit fort.

Das Dorffest stand unter dem Motto „50 Jahre Dorffest Lieme“ und war geprägt von viel Musik. Am Freitagabend stieg Mike Molto`s Discoparty im Festsaal und am Samstagabend stand die Oldie-Night mit Peter Wolters auf dem Programm. Gegen Mitternacht trat der heimische Schlagersänger Jens Michael vor`s Mikrofon und am Sonntagmorgen ließ die „Mobile Oerlinghauser Katastrophenkapelle“ die Erbsensuppe noch besser schmecken. Natürlich auch viel Musik beim Festumzug und auch zum Dorffestausklang lockte erneut Discomusik die Liemer „Feierbiester“ auf den Festsaal. Aber auch an die Kinder wurde gedacht. An den Karussells hieß es: „ Einmal zahlen – zweimal fahren!“


2001

2001 stellt der Freibadverein Lieme e.V. den Antrag in den Kultur- und Sportring aufgenommen zu werden. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Ansprechpartnerin war die 1. Vorsitzende A. Rautenberg. Somit wurde der Freibadverein der zehnte Verein im Kultur- und Sportring.

Der Kultur- und Sportring würdigt ebenfalls die Verdienste von „Radball-Vater“ Hans Mießner. Anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erhielt der Geehrte ein Wein-Präsent.

Im Clubhaus Lieme wurden neue Pächter begrüßt: Sandra und Volker Wehr unterschrieben am 31. Oktober 2001 einen Hausmeister- und Nutzungsvertrag. Nach über 20-jährigen Hausmeistertätigkeiten gaben Helga und Manfred Herrmann das Haus in jüngere Hände.

Leider muss der Chronist dieser Chronik an dieser Stelle gegen „lückenhaften Unterlagen“ ankämpfen. Einem Protokoll vom23.01.2001 ist zu entnehmen, dass Andreas Hoffmann von allen Ämtern zurücktritt. Ab 2002 erscheint Bernd Seipp als Schriftführer und Ludwig Spieß als 2. Vorsitzender.


2006

Beim Dorffest des Jahres 2006 fand die Haupt-Tanzveranstaltung am Freitagabend statt. Neben einem DJ, der zum Tanz bat, gab es auch Auftritte der Bands „Black Blizzard“ und „Block Headz“. Am Samstag trafen sich die Kinder beim Puppentheater „Willi, Lilli und der Schatz“ und beim Festumzug am Sonntagnachmittag sparten die Zuschauer am Wegesrand nicht mit Applaus und lobenden Worten für die zahlreich festlich geschmückten Wagen und Gruppen.


2007

Im „Rampenlicht“ des Dorffestes 2007 stand eine Dorfrallye, die jeweils am Samstag und am Sonntag stattfand. Die Sieger wurden am Sonntagabend ausgezeichnet. Beim Tanz am Freitagabend lautete ein Programmpunkt „70er Jahre Hitparade“ präsentiert von Dieter T. Heck.


2008

2008 erscheint Detlev Meiners in den Unterlagen als Kassierer. Beim Dorffest gab es einen Auftritt der Liemer Jugendband „Somethin Wild“ und Zauberer Lutz brachte Klein und Groß in Verzückung. Ende des Jahres gab Brigitte Mießner bekannt, dass sie nach zehn Jahren als 1. Vorsitzende nicht erneut kandidieren würde. Sollte keine Nachfolgerin bzw. Nachfolger gefunden werden, drohte das Aus für den Liemer Kultur- und Sportring.


2009

Doch das Aus konnte abgewendet werden. Auf der Jahreshauptversammlung am 27. März 2009 stellte sich Andreas Kramp in den Dienst der guten Sache und löste Brigitte Mießner nach einstimmiger Wahl als Vorsitzende ab. Vakant war auch das Aufgabengebiet des Schriftführers, da Bernd Seipp ebenfalls für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand. Leider wurde am Veranstaltungsabend keine Nachfolgerin bzw. kein Nachfolger gefunden. Erst im Juni war die Suche erfolgreich. Dirk Kowe stellte sich zur Verfügung und wurde auf einer Vorstands- und Beiratssitzung einstimmig gewählt. Das Dorffest brachte abermals eine Neuheit ins Liemer Dorffestgeschehen. Das „Bullriding“ wird vielen Bürgerinnen und Bürgern in Erinnerung geblieben sein. Ein „maschineller Bulle“ der mit zunehmender Dauer durch Extremsprünge seine Reiterinnen und Reiter überwiegend aus dem Sattel schmiss. Sieben Schwierigkeitsstufen und die längste Zeit auf dem Stier schafften Yvonne Schimpf und Mark Bauer. Auch der Festplatz hatte einiges zu bieten, Kettenkarussell und Autoscooter. Heutzutage leider fast nicht mehr zu realisieren. Die Verantwortlichen testeten den Fackelzug auf dem Samstagabend zu platzieren. Es blieb aber bei dem einmaligen Versuch.


2010

In all den Jahren gab es nicht nur Sonnenseiten für die Verantwortlichen des Kultur- und Sportrings. So wurde 2010 ein Klageverfahren gegen einen Schausteller aufgrund nicht gezahlter Forderungen (2 Jahre kein vereinbartes Standgeld) geführt. Leider hatten auch die Dorffesttage schon bessere Witterungsverhältnisse erlebt; sehr viel Regen an allen drei Tagen. Trotzdem bot der Festumzug beim 60. Dorffest eine große Vielfalt an Kostümen und akrobatischen Einlagen. Außerdem wie immer: Reichlich Süßigkeiten von den Festwagen. Positiv war auch festzustellen, dass die Werbetafeln dank des Einsatzes von Andreas Kramp komplett besetzt waren. Die Einnahmen dafür beliefen sich auf jährlich 2.800 Euro.

Immer wieder zu Schwierigkeiten führte die Stromversorgung an den Dorffesttagen. Im April 2010 wurde ein Stromkasten gegenüber vom Liemer Krug installiert. Die Kosten betrugen 10.000 Euro und wurden über eine Laufzeit von zehn Jahren finanziert. Dadurch entfielen die jährlichen Kosten für das Aufstellen und Warten des bisherigen Stromverteilers.

2010 planten der VFL Lieme und die SV Hörstmar ein Open-Air-Rockkonzert auf den Begawiesen zwischen Lieme und Hörstmar. Für dieses Event sollte eine Gesellschaft gegründet werden und der Kultur- und Sportring wurde um Beteiligung gebeten. Es entstanden lebhafte Diskussionen wie die Haftung bei einem eventuellen Minus aussehen würde. Letztendlich erschien das finanzielle Risiko für den Kultur- und Sportring sowie den angeschlossenen Vereinen eindeutig zu hoch und nicht überschaubar und kalkulierbar. Der Kultur- und Sportring „verabschiedete“ sich deshalb aus den weiteren Planungen.

Seit seiner Gründung hat es sich der Kultur- und Sportring nie nehmen lassen, erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler sowie verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger alljährlich zu ehren. Lediglich der Termin wurde von Zeit zu Zeit geändert. 2010 wurde die Ehrung zu einem Programmpunkt des Dorffestes. Die Resonanz war durchaus vielversprechend.

Ein weiteres Jubiläum beging der Zieglerverein: 120. Geburtstag!

Doch leider hatten nicht alle Liemer Vereine Grund zum Feiern. Aufgrund der demografischen Entwicklung löste sich Ende 2010 der Gesangverein „Harmonie“ Lieme nach 102 Jahren der Existenz auf.


2011

Diese Auflösung schmerzte auch dem Kultur- und Sportring sehr. „Harmonie“ Lieme war ein Verein der ersten Stunde des Liemer Kultur- und Sportrings und wer auch immer die Verantwortung in diesem Verein trug, die Zusammenarbeit war stets vorbildlich und äußerst intensiv. Da sich auch nach der Auflösung immer noch ein kleiner Freundeskreis der ehemaligen Sängerinnen und Sänger in lockerer Runde traf, entschloss sich der Kultur- und Sportring während einer Vorstands- und Beiratssitzung im Juni 2011 der ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Irmgard Rosenberg die Ehrenmitgliedschaft auszusprechen.

Ebenfalls im Juni feierte der Schachverein seine „Silberne Hochzeit“; 25 Jahre wurde diese anspruchsvolle Sportart in Lieme äußerst erfolgreich betrieben.

2011 war die Geburtsstunde der „Miami-Breeze-Night“. 200 Tonnen Sand, Stranddeko, Cocktailbars und sexy Gogo-Tänzerinnen brachten Karibik-Atmosphäre in den Lemgoer Vorort. Trotz eines Beginns mit Regen sorgten 500 Gäste für einen Ausnahmezustand auf der Festwiese.


2012

Auf der Jahreshauptversammlung am 30. März 2012 wurde der geschäftsführende Vorstand nicht nur einstimmig entlastet, sondern auch komplett wiedergewählt. Somit lagen auch die kommenden drei Jahre in den Händen des Quartetts Andreas Kramp (1. Vorsitzender), Ludwig Spieß (2. Vorsitzender), Dirk Kowe (Schriftführer) und Detlev Meiners (Kassierer). Dem mit Weitblick agierenden Vorstand war es gelungen, dass im Kassenbuch nicht nur wieder schwarze Zahlen geschrieben wurden, sondern auch ein Fundament geschaffen werden konnte, auf das die Zukunft aufgebaut werden konnte.

Der großartige Erfolg der „Miami-Breeze-Night“ schrie förmlich nach Wiederholung und deshalb stand sie auch 2012 erneut auf dem Festprogramm des Liemer Dorffestes. Und der Besuch sprengte alle Erwartungen: über 1.000 Gäste feierten friedlich auf der Sandfläche! Erstmals standen die drei tollen Tage auch unter einem Motto; heißt es in Köln „Jedem Jeck sing Pappnas“ so galt in Lieme der Leitspruch: Fröhlich und heiter – jedem Liemer sein Dorffest!

Auch finanziell wurde das Dorffest zu einem Erfolg. Einerseits sicherlich aufgrund der sehr gut besuchten „Miami-Breeze-Night“, aber insbesondere aufgrund des Flyers, mit dem sich zahlreiche Sponsoren durch eine Werbeanzeige zu Lieme verbunden zeigten. Allen Sponsoren, die den Liemer Kultur- und Sportring stets wohlwollend unterstützt haben (und hoffentlich auch zukünftig unterstützen), gilt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Die außergewöhnliche Finanzlage ermöglichte es dem Kultur- und Sportring dem VFL Lieme sowie den Radsportvereinen „Tempo“ und RC Lieme je 2.000 Euro zur Mitfinanzierung für begründete Anschaffungen zur Verfügung zu stellen.

Auch an der Senioren-Weihnachtsfeier war der Kultur- und Sportring weiterhin beteiligt. Eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus den politischen Parteien (Ilona Kreiling und Karl-Heinz Schnülle), der Kirchengemeinde Lieme (Ina Kuhlmann) und dem Kultur- und Sportring (Beate Höke und Gerhard Schäfer-Nolte) stellte ein Programm „auf die Beine“, das von der älteren Generation hervorragend und dankbar angenommen wurde.


2014

Die großzügige Unterstützung des Kultur- und Sportringes an die Liemer Vereine setzte sich auch 2014 fort. Der Zieglerverein sowie der Freibadverein durften sich über je 2.000 Euro freuen. Ebenfalls wurde der Engelbert-Kämpfer-Gedenkstein durch einen Zuschuss in Höhe von 700 Euro mitfinanziert. Das Dorffest verlief reibungslos. Ein Wehmutstropfen und somit ein großes Problem ist stets die Beschaffung eines Karussells. Ohne eine finanzielle Zugabe seitens des Kultur- und Sportrings „läuft gar nichts“ und selbst mit Finanzspritze sind nur wenige Karussellbetreiber bereit ihr Fahrgeschäft in Lieme aufzubauen.


2015

Personenwechsel im Vorstand auch auf der Delegiertenversammlung 2015. Für den ausscheidenden Kassierer Detlev Meiners übernahm Joachim Stork erneut die Finanzen und die Geschäftsführung „wanderte“ von Dirk Kowe zu Markus Stoppel. Da Andreas Kramp aus beruflichen und privaten Gründen hinsichtlich der Aufgaben als 1. Vorsitzender des Kultur- und Sportrings an seine Grenzen stieß, wurde ein Repräsentant gewählt, der den I. Vorsitzenden bei der Außendarstellung des Kultur- und Sportrings wesentlich unterstützt und somit entlastet. Einstimmig wurde Mark Dröge gewählt. Auch seine Amtszeit beträgt, wie die des Vorstandes, drei Jahre.

Grundlage des zufriedenstellenden Kassenbestandes sind unter anderem auch die Veranstaltungs- und Werbetafeln, die sich an den Liemer Ortseingängen befinden, Zwar gibt es immer mal wieder Kündigungen, aber bisher ist es immer wieder gelungen, insbesondere aufgrund des Engagements des I. Vorsitzenden Andreas Kramp, Nachfolger zu finden. Darauf basiert auch die großzügige Unterstützung an die Liemer Vereine. So durfte sich der VFL Lieme über 2.000 Euro freuen und auch der Schulgarten blühte dank einer Spende in Höhe von 500 Euro im wahrsten Sinne des Wortes auf!

Seit 125 Jahren bereicherten die Ziegler das Liemer Vereinsleben. Das Jubiläum wurde am 21. Juni gebührend gefeiert.

Licht und Schatten gab es beim Dorffest. Die Miami-Breeze-Night war wieder ein voller Erfolg. 1.150 Besucher feierten bei gutem Wetter eine stimmungsvolle Party. Mehr Zuschauer hatten sich die Verantwortlichen für das Erscheinen von Undine Lux, dem Helene-Fischer-Double, versprochen. Den optisch und gesanglich hervorragenden Auftritt verfolgten leider nur 350 Gäste. Auch die Teilnahme am Kinderfest am Sonntag erfüllte nicht die Erwartungen.


2016

Vorstandswahlen standen im Jahr 2016 nicht an. Kassierer Joachim Stork glänzte mit einem Jahresüberschuss und präsentierte einen Kassenbestand, der ein gutes Polster für eventuell schlechtere Zeiten darstellte. Der Kultur- und Sportring zeigte sich wieder einmal großzügig: Für die Ausrichtung eines Qualifikationswettbewerbes zur Teilnahme an der Europa-Meisterschaft erhielt der Liemer RC einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro.

Enger zusammen arbeiten möchte der Kultur- und Sportring mit Marco Rocklage, der die Homepage „Lieme.de“ betreibt. Sein Angebot gilt natürlich auch für alle Liemer Vereine, die ihre Neuigkeiten dort hinterlegen möchten. Informativer, kostengünstiger und werbewirksamer geht es kaum!

Beim Festumzug ließen viele Festwagen und Fußgruppen Karnevalsstimmung aufkommen. Erstmals wurden nicht nur die schönsten Auftritte prämiert, sondern auch die Besitzer der am schönsten geschmückten Gärten erhielten ein Präsent.


2017

Selbstkritisch diskutieren Vorstand und Delegierte des Kultur- und Sportrings ob gewährleistet werden kann, jedes Jahr ein attraktives Dorffest „auf die Beine zu stellen“? Obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen ist, fand „probeweise“ 2017 kein Dorffest statt. In Abstimmung mit dem RSV „Tempo“ Lieme veranstaltete dieser ein zweitägiges Weinfest in der Parkanlage des Landwirts Führing. Für das Jubiläumsdorffest 2018, dem 50-jährigem Bestehen des Kultur- und Sportrings, wurde bereits ein Festausschuss gebildet. Ihm gehören Conny Dreier, Mira Hanheide, Elke Stösser, Mark Dröge, Andreas Hoffmann, Marco Rocklage, Gerhard Schäfer-Nolte, Oliver Schreiber, Ludwig Spiess und Joachim Stork an.

Seine Wertschätzung drückte der Kultur- und Sportring den „Liemer Persönlichkeiten“ Dr. Harald Lenger und Pastor Fred Niemeyer aus. Dr. Lenger ging nach Jahrzehnten nimmermüden Einsatzes für die Liemerinnen und Liemer (einschließlich der angrenzenden Gemeinden) in den wohlverdienten Ruhestand und Herr Niemeyer führt die Kirchengemeinde Lieme mittlerweile 25 Jahre. Und auch die Freiwillige Feuerwehr durfte sich freuen. Der Kultur- und Sportring bezuschusste die Anschaffung neuer Bierzeltgarnituren mit 2.000 Euro.

Das Festjahr 2018 ist erreicht. Traditionell begann das Jahr mit der Delegiertenversammlung. Der Vorstand des Kultur- und Sportrings Lieme hat zurzeit folgende Gesichter:



Die Zeitreise in die Vergangenheit ist beendet; die Gegenwart erreicht. Viel konnte in den vergangenen fünf Jahrzehnten von den Verantwortlichen erreicht werden. Viele Themen, nur mit anderen Worten, sind zukünftig zu meistern. Heute heißen die Begriffe „Nachhaltigkeit“, „Zukunftsorientierung“, „Digitalisierung“ oder „Freizeitstättenentwicklungskonzept“. Nur gemeint ist das Gleiche und die Ziele dieselben: Begeisterung wecken für das dörfliche Miteinander, möglichst viel für die Liemer Bürgerinnen und Bürger erreichen und Nähe zur Bevölkerung finden. Ein „Tod-Dorf“ darf und wird Lieme niemals sein. Die Glut der Begeisterung für Lieme wird weiterbrennen. Dafür sorgen die jetzigen Funktionsträger und hoffentlich auch die Nachfolgegenerationen.


( Quelle: Gerhard Schäfer-Nolte - Festausschuss 2017/2018 )